Montag, 16. Oktober 2017

"Zufalls-Lärchen"............

Wie wohl die meisten Menschen in Deutschland, haben auch wir das traumhafte Herbstwetter am letzten Wochenende (vor allem am Sonntag) in vollen Zügen draussen genossen. Wir hatten mal wieder den Enkelprinzen zu Gast und der will natürlich "bespaßt" werden. Er fand es wie wohl alle kleinen Jungen unglaublich spannend, mit Opa eine riesige Tanne am Ladenhaus zu zerlegen, es wurde mit den Fellträgern im Garten getollt und natürlich auch kleine Ausflüge unternommen.



........Ich hatte mir u.a. gewünscht, dass wir auf die Suche nach Tannensetzlingen gehen. Denn, wenn es nachher erst wieder bitterkalt draussen ist, macht das natürlich weniger Spaß, als jetzt bei solch einem Kaiserwetter. Wir haben ja an sich unsere Stellen, wo wir jedes Jahr dann "ernten" gehen dürfen - aber mehr durch Zufall entdeckte der Held ein großes Waldstsück etwas abseits der Straße: "laß uns da mal schauen.......wer weiß, was wir da noch so finden können"...........Also, runter von der Straße, rein in den Feldweg und als wir näher kamen, staunten wir nicht schlecht! Das waren garkeine Tannen, das war ein verwunschener Lärchenwald - ein echter "Zauberwald". Die schöne Stimmung ist kaum in Worte zu fassen. Man hörte keine anderen menschlichen Geräusche - nur Natur pur
 

Unglaublich idyllisch auf einer Hangkuppe gelegen - mit einem sagenhaften Blick über die Landschaft. Ich war so fasziniert von dem Fleckchen Erde, dass vor lauter Geniessen leider kaum Fotos entstanden sind.



Natürlich hatte auch hier der Sturm XAVIER mächtig gewütet gehabt - und so war es tatsächlich wie bei "wünsch-Dir-was"..........überall lagen herabgefallene Äste herum. Wir brauchten uns nur die Sschönsten Aststücke aussuchen und zum Auto tragen



Zum Schluss war das Auto voll bis unter das Dach mit Lärchengestrüpp. Und da muss ich wirklich mal meinem Helden Danken!: Wir haben ja dieses Auto noch nicht so lange. Beim alten Auto, klar, da war es uns egal gewesen, wie es innen aussieht - ein Arbeitsgefährt eben. Aber dieses nun, darüber hatte der Held sich wirklich gefreut gehabt - und das sah nach der Lärchenaktion natürlich völlig chaotisch aus. Aber er sagt bei sowas KEINEN TON - nur: Du wolltest Äste, also haben wir sie geholt. Ich denke mal, das würde wirklich NICHT jeder Mann so klaglos mitmachen!



Und jaaaaaaaa, ich hab nachher auch das Auto mit aufgeräumt und ausgesaugt, das war dann doch "Ehrensache"!
Klar wollte ich sofort mit der Verarbeitung der Lärchenzweige beginnen. Ich hab mir einen Arbeitstisch aus dem Lager in den Hof gestellt, damit ich nicht im Schatten arbeiten brauchte, alles, was man so braucht zum Kränze binden war auch schnell zusammengesucht - und los ging es



Diesmal hab ich als "Unterbau" keinen Draht genommen, sondern mir zuerst Kranzrohlinge aus Ginsterabschnitt gebunden. Ich hab einfach die Hoffnung, dass, wenn der Ginster eintrocknet, er dann trotzdem grünlich bleibt - ich bin gespannt!



Und der Rest war dann ein Kinderspiel - Zweig für Zweig wurde auf die Kranzunterlage gebunden



- solange, bis einem das Ergebnis gefällt. Die Nadeln von den Lärchenzweigen fallen in den kommenden Wochen dann noch ab.
 

Danach hält der Kranz dann ewig.



Ein Tip übrigens, wenn man Lärchenzweige zu Kränzen verarbeiten möchte: Man lagert sie am besten draussen - vor allem, damit sie nicht zu schnell trocknen. Denn im getrockneten Zustand sind die Zweige dann kaum noch biegsam.



Heute dann, am Montag, der ja eigentlich auch mein "freier" Tag ist, bin ich gleich ganz früh raus. Das grandiose Wetter "rief" förmlich danach, die Zeit draussen zu verbringen und die Lärchenzweige wollten ja auch verarbeitet werden



Für mich ist Kränze binden wie Meditation. Man braucht sich kaum zu konzentrieren, die Hände arbeiten förmlich "von allein" und ich kann meine Gedanken schweifen lassen -



so wurde dann Kranz um Kranz fertig. Teilweise hab ich mir als Unterlage auch ein silbergrünes Rankekraut, das bei uns überall in den Kübeln den Sommer über wächst, zuerst zu Kränzen gebunden
 


und darauf dann die Lärchenzweige gebunden.
 

Einige Kränze auch mit Hortensienblüten - eine romantische Variante:
 

und eine etwas "herbere" Variante: Dies sind übrigens die bereits eingetrockneten Blüten der Eichblatt-Hortensie - sie hat etwas größere "Blüten" als normale Hortensien.
 

Die Kränze, die dann im Ladenhaus verdekoriert werden sollen, kamen gleich in eine kleine Wanne und stehen jetzt in der Milchküche bereit



Und natürlich ist auch klar, dass ein paar "einfach-so-zur-Freude"-Fotos von einigen Kränzen entstanden sind. Ich lass die Fotos einfach mal unkommentiert.












In den nächsten Tagen werden dann in jeder freien Minute noch viele weitere Kränze in allen möglichen Größen folgen. Denn eines hatte ich bereits im letzten Jahr mit Freude festgestellt: solche Kränze werden im Laden gerne von den Kunden gekauft. Und da will man / Frau dann schon einen kleinen Vorrat haben!



Ich wünsche Euch allen einen wunderbaren kuscheligen Abend und genießt die schönen Momente! - Eure Jacqueline
 

Mittwoch, 11. Oktober 2017

DAS ist wirklich einen Post wert!

Heute früh hab ich wirklich Gänsehaut bekommen vor Freude, denn heute früh haben wir die 4000ender Marke geknackt - ja, im Ernst: Wir haben in den vergangenen Jahren, in denen wir den SPENDENVERKAUF vom ROTEN / ROSAFARBENEN alten Weihnachtsschmuck in unserem ONLINESHOP schon laufen haben, inzwischen mehr als 4.000 Euro für den HUNDEPATEN e.V. sammeln können.



und ich denke, das ist nicht nur eine WAHNSINNSSUMME, die da aus ganz vielen kleinen und großen Einzelverkäufen zusammen gekommen ist



sondern auch wirklich ein GROSSES DANKE wert !!!!



Ein DANKE an all diejenigen, die diese grandiose Summe überhaupt erst möglich gemacht haben, nämlich IHR ALLE, die Ihr den alten und antiken ROTEN / ROSAFARBENEN Weihnachtsschmuck gekauft habt - DANKE, DANKE, DANKE !


Eines ist ganz sicher: mit dieser großen Summe konnte viel Leid im öffentlichen Shelter in KOMOTINI / GRIECHENLAND gelindert werden: So mancher Fellträger konnte dadurch gesund werden. Denn, wenn die Fellträger schon im Shelter sitzen müssen, dann wenigstens gesund! Und auch nur ein gesunder Hund hat überhaupt im eigenen Land die Chance, vermittelt zu werden. Und die Vermittlung im eigenen Land muss immer das höchste Ziel sein!
 

Und so werden wir auch weiterhin unseren alten und antiken ROTEN / ROSAFARBENEN Weihnachtsschmuck zugunsten der Fellträger in KOMOTINI / GRIECHENLAND verkaufen. Der GESAMTE Erlös daraus (ausser die Versandkosten) geht 1:1 an den HUNDEPATEN e.V. um auch weiterhin den Fellträgern dort das Leben zumindest gesundheitlich zu erleichtern.
Eure Jacqueline
 

Dienstag, 10. Oktober 2017

Xavier und andere Katastrophen ...........

Bisher sind wir ja ganz gut verschont geblieben von gruseligen Unwetter-Katastrophen - aber Xavier, der schlimme Sturm, der letzte Woche über einige Teile Deutschlands hinweggefegt war, ja, der nahm seinen Weg auch genau über unseren Ort hinweg und zog dann weiter über die Oder Richtung Polen. Sowas gruseliges hab ich selten erlebt. Er (Xavier) war ja groß in den Wettervorhersagen angekündigt gewesen, aber so wirklich ernst hatte ich die Vorhersagen nicht genommen. Noch wenige Minuten vorher hatte ich mit dem Helden in Berlin telefoniert. Er meinte noch: Du, ich mach mich gleich auf den Weg - hier ist die Hölle los, wer weiß, ob und wie ich überhaupt nach Hause komme............ich hatte erst garnicht gewußt, wovon er spricht und meinte noch ganz trocken - hier ist alles still und schönstes Wetter!
Na, da hatte ich aber die Rechnung ohne Xavier gemacht. Ich hatte kaum aufgelegt - hab noch überlegt: sicherst Du einige Töpfe draussen .......... so schnell konnte ich garnicht denken, da brach hier auch das Chaos aus. Xavier kam buchstäblich aus dem Nichts herangerast. Nein, das war nicht schön! Ich hab wirklich gedacht, das Dach hebt ab - es brüllte und pfiff der Sturm ums Haus, das war nicht feierlich. So traurig ich noch im Frühjahr gewesen war - jetzt war ich froh, dass die Weide gefällt worden war - sie wäre uns definitiv aufs Dach gekracht.
Auch die Fellträger waren ganz erschüttert - blieben immer in meiner Nähe und waren mucksmäuschen still. Immer wieder bin ich an die Fenster gegangen - hab geschaut, ob die großen Bäume bei uns auf dem Grundstück und an der Straße gegenüber noch stehen. Man hörte es scheppern, krachen, Holz zerbarst........aber auf den ersten Blick sah man nicht viel. Auch einen der alten Lebensbäume am Dorfteich hatte der Sturm zerrissen. Auch da muss man erst 2x schauen, bevor man es überhaupt wahrnimmt.



und ich weiß, auf dem Foto sieht das alles nicht besonders dramatisch aus - aber Stunden später auch bei einem Gang durch den Garten, da hat man dann gesehen, welche Verwüstungen der Sturm angerichtet hat



Die von mir heiß geliebte weiße Rosentür im Garten hat es aus der Verankerung gerissen



Große Stämme der Wallnuss waren herab gestürzt - es ist eigenartig - auf den Fotos sieht alles eher nach "pillepalle" aus - in natura sehr chaotisch. Es grenzt schon an ein Wunder, dass die Wallnuss überhaupt noch steht, denn viele ihrer Äste sind bereits aufgrund ihres hohen Alters innen hohl und morsch
 

Eine große Tanne aus Nachbars Garten lag quer über den Zaun bei uns im weißen Beet und hatte gleich auch noch eine der großen Magnolien mächtig lädiert.



Einen der uralten Birnenbäume werden wir fällen müssen und auch den Glyzinien-Apfelbaum hat Xavier niedergestreckt. DAS hat mich wirklich traurig gemacht. Diesen Baum mochte ich ganz besonders! Und er sah einfach so schön verwunschen aus - ob mit oder ohne Laub und"gehörte" einfach ins Gartenbild 




naja, von den vielen oberschenkeldicken Ästen aus Nachbars Garten mal ganz zu schweigen. Die finde ich nicht wirklich dramatisch - die werden zerlegt und geben gutes Brennholz für den Kamin. Aber nun kann man nur froh sein, dass bei uns zum Glück keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Alles andere kann man richten, reparieren oder es wächst einfach wieder nach.
Beim Apfelbaum haben wir jetzt entschieden: den lassen wir so liegen. Das Geäst gibt der Glyzinie genügend Halt, dass sie sich darin weiter durchhangeln kann und vor allem hält die umgestürzte Krone auch den Wind von den Feldern her ab,wenn wir am Feuerplatz sitzen. Wenn es uns auf die Dauer doch nicht gefallen sollte, können wir das Geäst später immer noch wegräumen. Aktuell haben wir genug zutun in den Gärten, denn auch am Ladenhaus hat es Tannen zerrissen.
 

Und so gingen, kaum dass der Sturm durch war bei uns im Dorf, die Kettensägen los. Tagelang röhrten sie durchs Dorf, denn auf fast allen Grundstücken und Straßen in der Umgebung hatte Xavier mächtigen Schaden angerichtet. Die Fellträger "ernten" mit Hingabe die heruntergefallenen Wallnüsse während auch der Held begann, die Schäden zu begutachten und vor allem zu beseitigen



und so wurde Karre um Karre nach hinten gefahren - der Abschnitt kam auf den Feuerplatz, denn soviel Abbruch kann einfach nicht auf dem Kompost verrotten



und die dickeren Zuschnitte werden sauber gestapelt, dass sie trocknen können für den Kamin. Von der umgestürzten "Dorftanne" hat mir der Held einen ordentlichen Vorrat an Abschnitt nach Hause gekarrt. Der Winter und die Weihnachtszeit kommen ja schneller als einem lieb ist - und so beginne ich jetzt, daraus Kränze und Girlanden zu binden.



die nadeln ja nicht - also sind sie auch recht haltbar. Und am Sonntag dann, ich war grad mitten im Kränze binden hinten am Feuerplatz, brach plötzlich Usca zusammen - im ersten Momant dachte ich noch, sie hat sich einen Dorn eingetreten. Sie versuchte noch, wieder aufzustehen und brach an der Hinterhand immer wieder weg. Diese Panik ist kaum zu beschreiben, die da in mir aufgestiegen ist. Der Kopf ist plötzlich ganz leer - wie ein Mantra fängt man an zu reden: alles wird gut..........das ist bestimmt nur eine Herzschwäche ............. wirst sehen, ein paar Tabletten und alles ist wieder gut ..........Du darfst nicht gehen..........sofort brachte der Held alle Fellträger ins Haus, machte das Auto startklar, raffte zusammen, was wir unbedingt brauchen würden - ich trug Usca zum Wagen. In solchen Momenten merkt man nichtmal das Gewicht auf den Armen. Man hat nur den EINEN GEDANKEN: wir brauchen Hilfe.
Also mit Vollgas in die Tierklinik - ich hinten, Uscas Kopf auf meinem Schoß ................immer wieder leise mit ihr reden ............unterwegs noch Telefonate mit der Tierklinik, dass die gleich wissen, da kommt ein Notfall. Und was kann sich so eine Fahrt ziehen - wie Kaugummi. Man hat das Gefühl, die Fahrt wird immer länger, nimmt kein Ende..............dann rein in die Klinik, sofort ins Behandlungszimmer. Untersuchungen folgen, Blutabnahme, Röntgen, Herzschall, Ultraschall -  das ganze  Programm. Es ist ein Ausschlussverfahren - Usca kann ja nicht reden. Dann die Diagnose - SCHLAGANFALL - eine Diagnose, mit der man nicht wirklich rechnet. Eher unbekannt bei Hunden , weil oft nicht erkannt. Es gibt noch etwas ähnliches: das Vestibular-Syndrom. Aber das war es zum Glück dann doch nicht. Und Glück im Unglück: Hunde können sich besser / leichter von einem Schlaganfall erholen als ein Mensch oder auch eine Katze. Wieder was gelernt, auch wenn einen das nicht wirklich tröstet in solchen Momenten. Stundenlanger Tropf / Infusionen folgten. Aber genau die haben Usca so sehr geholfen.
 

Ich kann kaum beschreiben, wie froh, wie erleichtert ich war, dass wir Usca wieder auf allen Vieren laufend mitnehmen konnten. Ist doch klar, in Gedanken "spielt" man alle Varianten durch: was ist wenn................Jetzt, 2 Tage / 48 Stunden später, geht es ihr verhältnismäßig gut. Ja, am Hinterteil ist sie noch immer etwas tatterig / wackelig. Sie schläft SEHR viel - mehr als früher. Aber ansonsten ist sie wieder gut drauf. Frisst, freut sich, wenn sie mich sieht. Und was freue ICH MICH in jedem Moment, wo ich SIE sehe.



Na, und aktuell bei diesem herbstlichen Wetter hat man / Frau genau 2 Möglichkeiten, die freie Zeit zu verbringen:
Raus in den Garten, die Fellträger bespaßen, über die Felder zu wandern oder eben bei Regen im warmen Haus sich handarbeitlich zu betätigen. Und genau das hab ich die vergangenen Tage gemacht!
 

Ich hab gehäkelt und vor allem gestrickt, bis die Nadeln qualmten - es ist nicht nur ein weiteres, diesmal gestricktes Händehandtuch aus dem Leinengarn entstanden
 

sondern ich hab mich "freestyle" auch an einen Steckschal für die Enkelprinzessin gewagt. 



Das war garnicht so einfach, denn Maße hatte ich keine - und hab als "Dummy" eine der kleinen Kinderschneiderpuppen genommen
 

Verstrickt hatte ich die wool/cotton blend - DARK CREAM Altweiss von JEANNE D'ARC LIVING im 2rechts/2links-Rippstrick-Muster und die "Borte / Spitze" an den Enden hatte ich aus  100% Wolle Garn - light cream / wollweiß von JEANNE D'ARC LIVING angehäkelt. Ein wenig "Muffensausen" hatte ich ja schon, ob der Schal unserer Tochter für die Enkelprinzessin gefallen würde. Ich hab mich heute riesig über das "ist-im-Einsatz-Foto" gefreut. Der Schal wurde für "gut" befunden!



Und so sitze ich aktuell an einem weiteren "Projekt" aus Mohair Tweed - SOFT LINEN LODEN von JEANNE D'ARC LIVING. Ich komme gut / schnell voran, da ich mit 4er Nadeln stricke.



Ja, es macht WIRKLICH Spaß, diese Wolle auszuprobieren. Das hatte ich so nicht erwartet! Alle neuen Wollen und Garne sind bereits eingestellt im ONLINESHOP - wer mal schauen möchte KLICKT HIER . 
 


Ich wünsche Euch allen eine gute Woche - paßt gut auf Euch auf und vor allem, macht es Euch schön! - Eure Jacqueline